Zustieg über den Litznersattel
Auf dem Wanderweg zum Litznersattel, dann ostwärts auf Spuren zur Lücke wenig nordwestlich des Sattelkopfes. Über diese gelangt man in das Becken des ehemaligen Verhupfgletschers. Der Einstieg liegt am tiefsten Punkt zwischen Glötterspitze und Sattelkopf bei einem großen Steinmann und wird von Osten weglos über Geröll oder Schnee erreicht. Der Zustieg dauert etwa zwei Stunden.
Das Göttergrätli
Auf dem Grat zum auffälligen überhängenden Turm. Diesen und die beiden folgenden Türme westlich auf schuttigen Bändern umgehen. In der Lücke vor dem nächsten großen Turm wieder auf den Grat wechseln. Auf der Ostseite einem absteigenden Band etwa zehn Meter bis zu einem Bohrhaken folgen.
Eine ungefähr 20 Meter hohe Verschneidung (III, mobile Sicherungen) führt zum gebohrten Abseilstand. Über ein Band in die nächste Lücke, dann über einen Block und eine kurze Verschneidung (III−) zur mitunter schneegefüllten Höhle, dem „Götterloch“. Rechts auf einem Band zur östlichen Terrasse queren.
Über grobe Blöcke zum Grat, anschließend rund 15 Meter ostseitig auf einem Band (II) und durch eine kurze Verschneidung zurück zur Kante. Über den Grat, teilweise knapp darunter, mit Stellen im II. Grad zum Gipfel. Ab Einstieg etwa eine Stunde.
Abstieg auf der Aufstiegsroute
Der Tourenführer empfiehlt den Rückweg über die Aufstiegsroute statt über den losen Fels der Ostflanke. An der Abseilstelle führen 20 Meter zurück auf die Route; mit 25 Metern wird das Geröll des ehemaligen Gletscherbeckens direkt erreicht. Der weitere Rückweg entspricht dem Zustieg. Vom Gipfel zur Hütte etwa zwei Stunden.
Bearbeitete Textfassung nach „Götterspitze, Südgrat oder Göttergrätli“, © Arne Keller 2025. Diese Tourenbeschreibung steht unter CC BY-SA 4.0.